Chronik

Posted by admin | | Mittwoch 1 September 2010 21:53

Zu allen Zeiten bewegte die Menschen das Feuerlöschwesen. In einem gesonderten Auszug aus der Festschrift geben wir deshalb einen Abriss über die Geschichte des Löschwesens.

 

1921

Bereits vor Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Niederissigheim im Jahre 1921 waren in unserem Dorf Männer bereit, sich für die Bekämpfung des Feuers einzusetzen.
So erhielt im Jahre 1874 unser Dorf die erste Feuerlöschspritze, die auf einem fahrbaren vierrädrigen Untergestell montiert war. Leiter der Feuerwehr um das Jahr 1900 war Heinrich Scherer. Als die Spritze ausgedient hatte, fertigte Schlossermeister Peter Dauth aus ihrer kupfernen Grundplatte die Gedenktafel für die gefallenen Soldaten des ersten Weltkrieges. Diese Gedenktafel hängt heute in unserer Kirche.

Am 26. April 1921 wurde im Saale Viehmann, abends um 21 Uhr in Anwesenheit von 39 Männern die Freiwillige Feuerwehr Niederissigheim gegründet. Als erster Feuerwehrkommandant wurde Heinrich Lindenberger gewählt, der dieses Amt bis 1935 inne hatte und sich während seiner Amtszeit große Verdienste erwarb. Ihm zur Seite standen:

– Heinrich Stoll als Stellvertreter
– Friedrich Kalbfleisch als 1. Abteilungsführer
– Heinrich Strecker, stellvertretend
– Eduard Keutel als 2. Abteilungsführer
– Peter Stoll, stellvertretend
– Friedrich Lind als Kassierer
– Johannes Wörner als Schriftführer

Schon am 14. Mai 1921 nahm die noch junge Wehr an der Bezirksfeuerwehrübung in Bruchköbel teil. Als Brandobjekt wurde die Baumann´sche Mühle ausgewählt. Im Hanauer Anzeiger vom 17. Mai 1921 erwähnt der damalige Bürgermeister Lind, der auch gleichzeitig Bezirksbrandmeister war, die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Niederissigheim. Am 2. August 1922 erfolgte der Beitritt der Niederissigheimer Wehr zum Kreisfeuerwehrverband Hanau.

1927

Nachdem die alte Feuerlöschspritze ausgedient hatte, wurde im Jahre 1927 eine neue fahrbare Spritze bei der Firma Rödiger & Sohn gekauft. Diese wurde von zwei Pferden zur Brandstelle gezogen. Auf Grund ihres großen Druckbehälters besaß die Spritze eine relativ große Reichweite. Und schon damals nahmen die Feuerwehrmänner an einem Wettkampf teil, bei dem es darum ging, wer am höchsten und weitesten spritzten konnte. Der letzte Spritzenfuhrmann war Georg Schäfer. Am 28. Januar 1928 übernahm neben dem wiedergewählten ersten Kommandanten Heinrich Lindenberger, Konrad Heck die Stelle des zweiten Kommandanten.

1935

Am 13. März 1935 legte Heinrich Lindenberger die Leitung der Wehr nieder und Wilhelm Scherer wurde zum neuen Feuerwehrkommandanten gewählt. Im Jahre 1941 erhielt die Wehr ihre erste Motorspritze. Nachfolger von Wilhelm Scherer als Feuerwehrkommandant wurde Wilhelm Gärtner. Dieser wurde 1941 zur Wehrmacht eingezogen und fiel später an der Westfront.

1945

Heinrich Lind übernahm nun die Leitung der Wehr. Während der Kriegsjahre mußten unter seiner Führung in unserer Gegend mehrere Großbrände bekämpft werden, die in Folge von Bombenangriffen hervorgerufen wurden. Ab der Nacht zum 6. Januar 1945 war die Feuerwehr mit ihrer Motorspritze acht Tage und Nächte pausenlos in unserem Dorf im Einsatz. Durch einen Bombenangriff alliierter Flieger wurden 17 Scheunen und ein Wohnhaus in Brand gesetzt. Obwohl wegen der strengen Kälte teilweise das Wasser in der Feuerlöschspritze gefror, gelang es die Feuersbrunst auf Gebäude zu beschränken, die bereits unrettbar verloren waren. Dadurch konnte ein Übergreifen des Feuers auf das ganze Dorf verhindert werden. Von Kriegsende bis 1949 leitete Wilhelm Henkel die Wehr. Am 9. November 1949 wurde Wilhelm Lindenberger zum neuen Ortsbrandmeister gewählt, dessen Stellvertreter wurde Heinrich Heck. Die weiteren Vorstandsmitglieder waren:

– Georg Henkel, Kassierer
– Heinrich Hinkel, Schriftführer
– Wilhelm Ries, Beisitzer

1956

Im Jahr 1956 fand in Niederissigheim das Kreisfeuerwehrfest statt. Das Festzelt stand auf der Bleiche. Dies ist in etwa das Gebiet, auf dem sich heute der Spielplatz an der Karl-Eidmann-Straße befindet. Die Dreschhalle war für den Weinausschank hergerichtet worden. Am 13. Januar 1959 wurde auf der Jahreshauptversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Dieser setzte sich folgendermaßen zusammen:

– Wilhelm Lindenberger, Ortsbrandmeister
– Herbert Okat, Stellvertreter
– Georg Henkel, Kassierer
– Willi Stoll, Schriftführer
– Willi Strecker, Gruppenführer
– Wilhelm Ries, Beisitzer

1967

Nach 17-jährigem Wirken als Ortsbrandmeister legte Wilhelm Lindenberger aus Altersgründen am 8. Januar 1966 sein Amt nieder. Am 7. Februar 1966 wurde in einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung Rudolf Viehmann zum neuen Ortsbrandmeister gewählt. Am 27. April 1967 werden in einer Feierstunde vom Gemeindevorstand ein neues Löschfahrzeug vom Typ LF-8 und ein neues Gerätehaus an die Freiwillige Feuerwehr Niederissigheim übergeben. Der Standort des neuen Gerätehauses war in der Hauptstraße, heute Issigheimer Straße. Das Gebäude wurde auf den Grundmauern des alten Löschteiches errichtet. Der Bau des Gerätehauses, sowie der Kauf des neuen Löschfahrzeugs stellte sicherlich eine große Investition für die kleine Gemeinde Niederissigheim dar. Mit dem neuen Löschfahrzeug nimmt die Feuerwehr an zahlreichen Leistungswettkämpfen des damaligen Landkreises Hanau teil. Ebenso wird die Tradition fortgesetzt, alljährlich am Dienstag nach Pfingsten an der Bezirksübung teilzunehmen.

1970

Die Gemeinde Niederissigheim war stets bemüht, die Gerätschaften der Feuerwehr zu vervollständigen. So wurde 1968 ein Schaumlöschgerät und 1970 vier Atemschutzgeräte angeschafft, um die Ausstattung des LF-8 zu vervollständigen. Die Feuerwehr bemühte sich, auch kulturell zu wirken und zur Völkerverständigung in Europa beizutragen. Im November 1970 inserierte die Feuerwehr Niederissigheim in der Feuerwehrzeitung Niederösterreichs mit dem Wunsch einer freundschaftlichen Partnerschaft zu einer österreichischen Wehr. Es meldete sich unter anderem eine Wehr aus Obermarkersdorf/Niederösterreich, ca. 70 km von Wien entfernt. Es wurde Kontakt aufgenommen und die Bande der Freundschaft gefestigt.

Vom 28. – 30. Mai 1971 beging die Wehr ihr 50-jähriges Jubiläum und richtete ein umfangreiches Fest aus. Zu diesem Jubiläumsfest weilten zum ersten Mal unsere Freunde aus Obermarkersdorf in Niederissigheim.
Höhepunkte des damaligen Festes waren die Bannerweihe und ein historischer Umzug durch die geschmückten Straßen unseres Ortes. Im März 1972 erwirbt die Wehr einen gebrauchten VW-Bus, der in Eigeninitiative zu einem Mannschaftswagen umgebaut wird. Ein erster Freundschaftsbesuch bei der Partnerwehr in Obermarkersdorf findet vom 14. – 18. Juli 1972 statt.
Im August 1973 nimmt eine Wettkampftruppe unserer Wehr zum ersten Mal an einem niederösterreichischen Leistungswettbewerb teil.

1974

Die selbständigen Gemeinden Bruchköbel, Niederissigheim, Oberissigheim, Butterstadt und Roßdorf schließen sich am 01. Januar 1974 zur Großgemeinde Bruchköbel zusammen, wobei die Eigenständigkeit der Feuerwehren jedoch bestehen bleibt. Die Gemeinde Bruchköbel übergibt am 23. März 1974 im Rahmen einer kleinen Feier ein neues Gerätehaus mit Schulungs- und Aufenthaltsraum. Die neue Fahrzeughalle wurde an die Volksschule angebaut und es können dort nun zwei Fahrzeuge abgestellt werden.

Vom 31. Mai – 03. Juni 1974 veranstalten die Feuerwehren Obermarkersdorf und Niederissigheim das erste deutsch – österreichische Feuerwehrfest. Im Verlauf dieses Festes wurde am 1. Juni 1974 von den damaligen Bürgermeistern Schreiber (Bruchköbel) und Wally (Obermarkersdorf) die Straße an der Mehrzweckhalle in Obermarkersdorfer Straße benannt. Am 2. Juni unterzeichneten Feuerwehrkommandant Manfred Bannert sowie Wehrführer Rudolf Viehmann den Partnerschaftvertrag der beiden Wehren.

1976

Am 03. März 1976 wird im Saal der Gastwirtschaft Viehmann die Jugendfeuerwehr gegründet. Hierzu verweisen wir auf einen gesonderten Bericht in dieser Festschrift. Am 18. Oktober 1978, einem weiteren wichtigen Tag in der Vereinsgeschichte, kommt es zur Gründung der Feuerwehrkapelle. Auch hierüber wird noch gesondert berichtet.
Vom 02. – 05. Juni 1979 wurde das 5-jährige Partnerschaftsjubiläum Obermarkersdorf / Niederissigheim gefeiert. Zu diesem Anlaß konnte unser Musikzug zum ersten Mal aufspielen. Im Jahr 1980 wurde das Gerätehaus unter Beteiligung der Aktiven umgebaut. Es wurden ein Wehrführerzimmer, ein Schulungsraum, eine Küche und eine neue Toilette eingerichtet.

Zum 60-jährigen Bestehen der Wehr wurde vom 10. – 12. April 1981 ein Jubiläumsfest ausgerichtet, an dem auch eine Delegation aus Obermarkersdorf teilnahm. Im Rahmen der Festlichkeiten wurde eine von der Firma Eidmann gespendete Standarte geweiht. Auf Grund seiner Unterstützung für die Feuerwehr, besonders des Musikzuges, wurde Heinz Eidmann zum Ehrenmitglied ernannt. Die Wettkampftruppe der Wehr nahm 1981 an mehreren Wettkämpfen teil und konnte in Österreich das silberne Feuerwehr – Leistungsabzeichen erringen. Im Herbst 1981 wurde der mittlerweile fertiggestellte Umbau des Gerätehauses in einer Feierstunde von Bürgermeister Udo Müller der Wehr übergeben.

1982

Am 09. Februar 1982 mußte die Feuerwehr Niederissigheim zu einem Großeinsatz ausrücken. In Bruchköbel war die Firma Reinelt durch eine Explosion, ebenso wie alle umliegenden Häuser, total zerstört worden. Bei den Löscharbeiten war die Wehr mit 23 Mann, LF-8 und Mannschaftswagen mehrere Tage im Einsatz. Im Laufe des Jahres 1982 wurde ein Schlauchanhänger angeschafft, der mit 2 B-Schlauch-Haspeln bestückt ist. Auch wurde Abraham Herzlinger auf Grund seiner Unterstützung für den Musikzug zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Niederissigheim ernannt.

1984 weilten Feuerwehr und Musikzug anläßlich der Festlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen der Partnerschaft, in Verbindung mit dem 60-jährigen Jubiläumsfest der Musikkapelle Obermarkersdorf, bei der Partnerwehr. Im gleichen Jahr wurde der alte Mannschaftswagen, nach einer Dienstzeit von 13 Jahren, durch einen neuen VW-Bus abgelöst. 1985 wurden dann in Niederissigheim die Festlichkeiten zur 10-jährigen Partnerschaft gemeinsam mit dem 5-jährigen Bestehen des Musikzuges gefeiert, an denen auch die Obermarkersdorfer Wehr teilnahm.

1986

Ein neues Löschfahrzeug Typ LF-8, Beladeplan 2, ersetzte das bereits seit 1967 im Einsatz befindliche Fahrzeug des gleichen Typs. 1986 fand ein Fest zum 10-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr in Verbindung mit dem 65-jährigen Bestehen der Wehr statt. Es wurden Jugendwettkämpfe ausgerichtet, zu denen alle Jugendwehren des Bezirks Hanau-Land eingeladen waren. Im gleichen Jahr übernimmt Manfred Hüfner die Jugendfeuerwehr nach 10-jähriger Leitung durch Horst Ohl. Auch wurde der Gerätepark durch einen Anhänger für den VW-Bus erweitert, der dann in Eigenarbeit zur Ölschadensbekämpfung ausgerüstet wurde.

Am 08. Juli 1987 mußte die Wehr nach starken Regenfällen zu zahlreichen Hochwassereinsätzen ausrücken. Die Karl-Eidmann-Staße stand 50 cm unter Wasser. Vom 10. – 13. Juli 1987 weilte unsere Wehr im Rahmen eines Freund-schaftsbesuches anläßlich des 100-jährigen Bestehens der Partnerwehr in Obermarkersdorf. Auch wird am 21. September des gleichen Jahres die sogenannte stille Alarmierung mit der Indienststellung der ersten 15 Meldeempfänger eingeführt.

Am 28. März 1988 erklärt Wehrführer und 1. Vorsitzender Rudolf Viehmann seinen Rücktritt. Am 18. April 1988 wird auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Jürgen Prinz zum Wehrführer und 1. Vorsitzenden gewählt, der schon seit 1981 als Gruppenführer im Vorstand tätig ist. Im weiteren Verlauf des Jahres werden umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Fahrzeughalle durchgeführt. Unter anderem wurde die Halle gefliest und neue Rolltore eingebaut. Am 03. Dezember 1988 wurde Georg Henkel nach 40-jähriger Tätigkeit als Kassierer und wegen seiner besonderen Verdienste um die Feuerwehr zum Ehrenmitglied ernannt. Das Amt des Kassierers übernimmt nun Raimund Obenhin.

1989

Im Jahr 1989 wird auf Wirken des Wehrführers und dessen intensiver Ausbildung eine neue Wettkampftruppe aufgebaut. Diese ist bei mehreren Wettkämpfen so erfolgreich, daß sie sich gleich im ersten Anlauf für den Bundesentscheid in Friedrichshafen am Bodensee, anläßlich des Deutschen Feuerwehrtages 1990, qualifiziert. Erstmals, und gleich mit großem Erfolg, nahm am 19. – 22. Mai 1989 eine Wettkampftruppe unserer Partnerwehr aus Obermarkersdorf an einem Feuerwehrwettkampf in Roßdorf teil.

Am 25. Juli des Jahres kam es durch extrem starke Regenfälle zu einem Großeinsatz unserer Wehr. Neben zahlreichen Kellern war auch diesmal wieder die Karl-Eidmann-Straße bis 75 cm hoch überflutet. Auch alle Nachbarwehren waren an diesem Tag im Einsatz. Am 24. März 1990 erhielt die Wehr einen Stromerzeuger und eine Motorsäge. Auch die Zahl der Meldeempfänger konnte von 15 auf 30 aufgestockt werden. Während der jährlichen Jahreshauptversammlung 1990 wird bei Ergänzungswahlen Michael Helm als neuer stellvertretender Vorsitzender gewählt. Er übernimmt dieses Amt von seinem Vorgänger Herbert Okat. Auch wird mit Ludwig Harnischfeger ein neuer Kassierer in dieses Amt berufen. Am 15. Mai des Jahres nimmt die Wettkampftruppe an den internationalen Feuerwehrwettkämpfen auf Bundesebene in Friedrichshafen teil und erringt eine Bronzemedaille. Diese Fahrt wird mit einem Ausflug nach Hittisau verbunden. Am 22. Dezember wird Herbert Okat auf Grund seiner über 30-jährigen Tätigkeit als stellvertretender Ortsbrandmeister sowie seiner Verdienste um die Feuerwehr und des Musikzuges zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Am 7. März 1991 erhält die Wehr ein dringend benötigtes zweites Funkgerät, welches in das Mannschaftstransportfahrzeug eingebaut wird.

1991

In der Zeit vom 17. – 21. Mai 1991 feierte die Freiwillige Feuerwehr Niederissigheim auf dem Festplatz neben der Mehrzweckhalle ihr 70-jähriges Bestehen. Der Vorstand hatte ein umfangreiches und attraktives Programm zusammengestellt, das von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen wurde, so daß das Fest ein großer Erfolg war. Hauptattraktion war am 18. Mai 1991 der Auftritt der Colorado Show Band. Während der Festtage waren unsere Feuerwehrkameraden aus Obermarkersdorf zu Gast in Niederissigheim. Als Dank für die geleisteten Dienste richtete die Freiwillige Feuerwehr Niederissigheim am 19. November 1991 einen Helferabend in der Mehrzweckhalle aus. Als nächste Hauptfestivität plante man die Faschingsveranstaltung 1992. Hier gelang es dem Vorstand, abermals die Colorado Show Band zu verpflichten. Diese Faschingsveranstaltung wurde ebenfalls ein großer Erfolg. Spätestens seitdem ist der Faschingsball der Feuerwehr nicht mehr aus der närrischen Zeit in Niederissigheim wegzudenken.

Sodann standen wieder die alljährlichen Jahreshauptversammlungen an. Im Vorfeld stellte der Vorstand die Überlegung an, nachdem das Amt des Schriftführers neu zu besetzten war, dieses Amt zu Splitten. Zum einen wünschte man sich eine Person, die die Schriftführung übernimmt, zum anderen jemanden, der für die Pressearbeit zuständig ist. Als Schriftführer wählte die Versammlung zum erstenmal in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Niederissigheim mit Michaela Obenhin eine Frau in dieses Vorstandsamt. Klaus Schüttpelz wurde als stellvertr. Schriftführer und Pressewart gewählt. Seitens unserer Wehr wurde die Eintragung in das Vereinsregister angestrebt. Hier bedurfte es ebenfalls intensiver Vorbereitung, die federführend Michael Helm übernahm. Um die Eintragungsvoraussetzungen zu schaffen, mußte die Satzung komplett neu überarbeitet werden.

Wie jedes Jahr wurde auch 1993 ein Grilltag für alle Bürger am Gerätehaus ausgerichtet. Bei schönem Wetter, gemütlicher Atmosphäre und hoher Besucherzahl war auch dieser ein voller Erfolg. Der durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen erzielte Erlös wurde erstmalig einem guten Zweck zur Verfügung gestellt. Der 1.Vorsitzenden des Vereins Sterntaler Hanau e.V. wurde ein Scheck übergeben. Am 15. März 1994 wurde die überarbeitete Vereinssatzung der Mitgliederversammlung zur Beschlußfassung vorgelegt. Sie wurde einstimmig angenommen. Der geschäftsführende Vorstand, der hier gewählt wurde, setzt sich wie folgt zusammen:

– Jürgen Prinz, Wehrführer und 1. Vorsitzender
– Michael Helm, stellvertretender Vorsitzender
– Ludwig Harnischfeger, Kassierer
– Michaela Obenhin, Schriftführerin
– Klaus Schüttpelz, stellvertr. Schriftführer und Pressewart

1994

In der Vorstandssitzung vom 29. März 1994 wurde die von der Mitgliederversammlung beschlossene Vereinssatzung von 7 Vorstandsmitgliedern unterzeichnet und an das Amtsgericht Hanau weitergeleitet. Am 25. Mai 1994 wurde die Freiwillige Feuerwehr in das Vereinsregister eingetragen und trägt seitdem den Zusatz „e.V.“ im Namen.
Die Freiwillige Feuerwehr nahm und nimmt auch rege am Vereinsleben des Ortes teil. So richtet man die alljährliche Kerb inzwischen gemeinsam mit anderen Ortsvereinen aus. Desweiteren nimmt die Feuerwehr am Ortsvereins-Fußball-Turnier gerne und mit viel Spaß teil. Hier zeigt sich, daß unsere Kameraden sich nicht nur im Ernstfall zur Seite stehen, sondern auch am Vereinsleben unseres Ortes interessiert sind.

Im Juli 1994 erlebte Bruchköbel das sogenannte „Jahrhunderthochwasser“. Die Feuerwehr Niederissigheim war am 18. Juli 1994 mit 24 Mann (300 Stunden) und am 19. Juli 1994 mit 16 Mann (144 Stunden) im Einsatz. An insgesamt 41 Einsatzstellen mußten überwiegend Keller- und Wohnräume leergepumpt werden. Bei dieser hohen Anzahl ist es nur verständlich, daß die Feuerwehr nicht alle Stellen gleichzeitig anfahren und Schäden beheben kann. Wir bitten die Betroffen im Nachhinein um Verständnis.
Im Herbst 1994 nahm die EDV Einzug in das Feuerwehrwesen. Durch die im Main-Kinzig-Kreis angestrebte Umstellung auf den elektronischen Datenaustausch, wurde auch bei uns ein Computer angeschafft, der seither aktiver Helfer der Feuerwehrverwaltung ist.

1995

Hier sollte auch einmal gesagt werden, daß dieser erhebliche Aufwand an Verwaltungsarbeit ebenso wie die Wehrführung sehr geprägt ist von dem unermüdlichen Einsatz unseres Wehrführers und 1. Vorsitzenden Jürgen Prinz. Er lenkt die Geschicke unserer Wehr nunmehr seit vielen Jahren mit großem Engagement. In der Jahreshauptversammlung vom 27. März 1995 wurde der Kamerad Hans Jung nach über 40 Jahren aktivem Feuerwehrdienst aus der Einsatzabteilung offiziell verabschiedet, nachdem er das 60. Lebensjahr vollendet hatte. Trotzdem steht er auch heute noch der Feuerwehr mit Rat und Tat zur Seite. Besondere Anerkennung findet hier seine Jugendarbeit. Das verbliebene Jahr 1995 war geprägt von den Vorbereitungen zum Jubiläumsfest 1996. Es wurden Festausschüsse gebildet und über den Vorstand hinaus, auch andere Personen in die Planung mit einbezogen. Schwerpunkte waren hier die Zusammenstellung des Programmes und die Vorbereitung unserer Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum. Die Freiwillige Feuerwehr Niederissigheim e.V. hat im Jubiläumsjahr 475 Mitglieder. Die Einsatzabteilung hat ein Stärke von 33 Mann. In der Jugendfeuerwehr sind 21 Jugendliche aktiv, im Musikzug spielen 31 Musikerinnen und Musiker und im Jugendorchester sind 14 Nachwuchsmusiker. Sicherlich gibt es noch viele nennenswerte Ereignisse aus der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Niederissigheim e.V. Wir wollen mit dieser Chronik aber nur einen Einblick in den großen und für alle Einwohner wichtigen Tätigkeitsbereich unserer Feuerwehr geben und hoffen, daß uns dies gelungen ist.

:: zusammengefasst von Michael Helm, Michaela Obenhin und Klaus Schüttpelz

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