Heuballenlager in Vollbrand

Posted by admin | Einsatzberichte | Dienstag 1 Juli 2008 23:13

Heulager in Oberissigheim brennt lichterloh – Polizei ermittelt

Bruchköbel – Ein Großbrand in der Feldgemarkung von Oberissigheim hat in der Nacht zum Mittwoch das Heuballenlager eines Pferdegehöfts vernichtet. Die Feuerwehr, die Schlimmeres verhinderte, macht sich nun Sorgen, weil das Feuer möglicherweise durch einen Brandstifter gelegt worden sein könnte – in dem Bruchköbeler Stadtteil hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder auf mysteriöse Weise gebrannt. Am Morgen danach blieb auf dem Feld zwischen der Landwehr und dem Bürgerhaus nicht mehr viel von dem erst vor zwei Wochen errichteten Lager übrig, das dem Rosenhof gehört. Für die Pferde und Ponys muss jetzt neues Heu gekauft werden. Von den rund 100 Heuballen sowie der fast 500 Quadratmeter großen Überdachung ist nur ein verkohlter Haufen übrig geblieben. Der Sachschaden beträgt mehr als 20.000 Euro.

   

   

Gegen 22.20 Uhr war das Feuer oberhalb des Bürgerhauses ausgebrochen. Innerhalb weniger Minuten hatte das Lager lichterloh in Flammen gestanden. Besorgte Bürger aus der gesamten Umgebung hatten dafür gesorgt, dass die Notrufleitungen der Zentralen Leitstelle nicht mehr still standen. Sogar in Erlensee und Hammersbach war die dicke Rauchsäule am Himmel zu sehen. „Als wir vor Ort eintrafen, war nichts mehr zu retten, die Flammen hatten auf alles übergegriffen“, berichtete Andreas Pietzner von der Niederissigheimer Wehr, die zusammen mit ihren Kollegen aus Oberissigheim und Bruchköbel mit insgesamt 40 Helfern vor Ort war. Die Sorge der Wehrleute galt deshalb zunächst dem benachbarten Rapsfeld. „Zum Glück ist es uns gelungen, ein weiteres Übergreifen der Flammen zu verhindern, sonst wäre das Feld auch noch abgebrannt“, hieß es von der Einsatzleitung. Eine Herausforderung war auch die Versorgung mit dem dringend benötigten Löschwasser. Dazu musste eine rund 800 Meter lange Versorgungsleitung vom Hydranten am Bürgerhaus gelegt werden. Schließlich sorgte die Wehr dafür, dass das riesige Feuer kontrolliert abbrennen konnte, die Oberissigheimer Helfer stellten bis zum Morgen eine Wache. Unter den Wehrleuten herrschte unterdessen gedrückte Stimmung, alle hatten wohl noch die Bilder aus den vergangenen Jahren vor Augen. Mehrfach hatte es in der Feldgemarkung Brände gegeben, meist wurde Stroh von den Flammen vernichtet. Während in einem Fall eindeutig ein Blitzschlag die Ursache gewesen ist, scheinen die übrigen Brände vorsätzlich gelegt worden zu sein. Dies ist in Erinnerung geblieben. Und so glaubte auch in der Nacht zu Mittwoch niemand der beteiligten Brandschützer an einen Zufall. Ihre Hoffnung: Die Bürger des Stadtteils könnten vielleicht entscheidende Hinweise auf einen möglichen „Feuerteufel“ geben. Auch die Polizei glaubt nicht an Zufälle, wie Pressesprecher Henry Faltin gestern berichtete. So nahm die Hanauer Kriminalpolizei die nachfolgenden Ermittlungen auf.

Pressebericht, Hanauer Anzeiger vom 03.07.08

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